Brembana Valley - Valle Brembana - TIERWELT
  • Bembana Valley - Orobie Alps - Bergamo - Italy

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TIERWELT

Cavalli In den letzten Jahren haben der zunehmende Tierschutz, die steigende Verantwortung bei den Planungen der Jagd und vor allem ein wachsendes öffentliches Bewusstsein und die Achtung der Natur dazu geführt, dass sich der Tierbestand einiger Tierarten erhöht hat. Auch die Tatsache, dass in diesen letzten Jahrzehnten in den Niederwäldern der mittleren und tieferen Lagen kein Holz mehr geschlagen wurde, hat das Leben einiger Tierarten, die gewohnheitsgemäß in Wälder leben, erleichtert. Dagegen kann die Lärmbelästigung durch mechanische Transportmittel, welche die immer mehr in die Täler eindringenden Bergstraßen befahren, aber auch ungewollt durch Wanderer oder Pilzsammler in der Periode der Fortpflanzung spürbare negative Auswirkungen auf die Vermehrung der Tierbestände haben. Dessen müssen sich alle bewusst sein, welche die Berge und die Tiere lieben: in den Bergen muss man auf leisen Sohlen gehen, mit größtem Respekt vor jeder Form des Lebens, die wir antreffen: im Grunde genommen sind wir die Eindringlinge!

Asini Unter den Huftieren ist eine der in den Orobischen Alpen am häufigsten vorkommenden Tierarten sicherlich die Gämse: von den schützenden Oasen aus der Gegend von Berbellino im oberen Val Seriana und Pegherolo im Val Brembana breitete sie sich immer mehr in den angrenzenden Gebieten aus. Gegenwärtig ist es verhältnismäßig einfach, Rudel von Gämsen auszumachen, besonders wenn man die Wanderwege im Gebiet von Curò begeht, morgens bald aufbricht, sich ruhig verhält und möglichst gegen den Wind geht. Auch das Reh hat seinen Bestand in den vergangenen Jahren sicherlich erhöht, auch wenn es nur schwer auszumachen ist, weil es sich im dichten Unterholz und in Niederwäldern in mittleren Höhenlagen aufhält.

Marmotta Das Reh ist keine typisch alpine Tierart: es ist in der ganzen Provinz weit verbreitet. Es ist ein äußerst scheues Tier, aus dem durch die Belästigungen durch den Menschen ein Tier mit der Gewohnheit wurde, im Schatten der Dämmerung zu leben. Die Füchse vermehren sich, wenngleich sie fast als Parasiten der menschlichen Aktivitäten angesehen werden. Auch sie sind ihrer Gewohnheit gemäß Nachttiere, die man als Überträger der Tollwut sieht. Gegenwärtig sind Versuche im Gange, die Verbreitung der Tollwut in noch nicht kontaminierten Gebieten durch das Auslegen von Happen, die Impfstoff gegen Tollwut enthalten, einzudämmen. In den mittleren Hochlagen unserer Berge lebt auch der Feldhase, und über 2000 Meter Höhe der Schneehase.

Cervo In den weniger besuchten Schluchten der Orobischen Alpen vermehrten sich beachtlich die Murmeltiere. Sie sind aus dem Valtellina eingewandert und haben sich dadurch, dass sie unter Tierschutz stehen, in den ganzen Orobischen Alpen verbreitet. Nicht selten vernimmt man in der Nähe der in den Orobischen Alpen häufig vorhandenen Geröllhalden aus Gneis, zwischen denen sie Schutz finden, das charakteristische alarmierende Pfeifen. Auch andere kleine Säugetiere sind vorhanden, wenn auch in kleinerer Zahl: Hermeline, Steinmarder, Wiesel, Eichhörnchen. Außer den Eichhörnchen sieht man diese aber selten. Auch der Igel kommt in den unteren Höhenlagen der Berge vor. In der Vogelwelt sind stark vertreten die Raben, die Krächzer und einige Arten von Raubvögeln, insbesondere die Falken, Bussarde und die Gabelweihen. Der Königsadler wurde vereinzelt, in früheren Jahren mit Sicherheit gesichtet. Gabelhühner und Rebhühner sind recht zahlreich vertreten. Die Blutsverwandtschaft und die Aufgabe vieler Almen sind die Ursache für die ständige Verringerung der Zahl der Berghühner. Die Vipern sind unter den ständig zunehmenden Reptilien am Häufigsten vertreten. Aber nur wenn sie unmittelbar gestört werden, sind sie für den Menschen gefährlich, denn normalerweise fliehen sie, sobald sie Vibrationen von Schritten auf dem Boden vernehmen. Sie dürfen nicht verwechselt werden mit ungiftigen Schlangen und Blindschleichen, die gewöhnlich in feuchten Gegenden vorkommen, in denen auch Salamander und Frösche leben. Unter den Fischen sind Forellen und Lachsforellen vertreten, aber ihre Existenz ist durch die Verschmutzung der wichtigsten Flussläufe bedroht. Von den zahllosen Insektenfamilien kommen in den Orobischen Alpen einige Arten von Spinnen und Schmetterlingen vor. Achten Sie schließlich auf die Rote Ameise mit ihren Ameisenhügeln aus Tannennadeln: sie ist ein wichtiger Faktor für das natürliche Gleichgewicht des Waldbodens.

FAUNA ALPI E PREALPI OROBIE BERGAMASCHE - VALLE BREMBANA